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Montag, den 25. Januar 2010 um 04:46 Uhr

Pflegestufe

Sie haben sich überlegt, eine Pflegestufe zu beantragen?

Damit Sie auch ausreichend Gelegenheit haben, sich auf das Gespräch mit dem MDK vorzubereiten, hat unser Mitglied Berta den Fragenkatalog zur Verfügung gestellt:


Der MDK steht vor der Tür und die pflegende Person öffnet und bittet ihn herein.

Vegetative Anamnese:

Stuhlgang………
Wasserlassen….
Appetit……
Husten……
Nikotinkonsum?
Alkoholkonsum?

Medikamente / welche – bereithalten

Hilfsmittel / welche – bereithalten, ggf. mit Lieferscheine

CT/MRT Bilder bereithalten, sowie Arzt-, Krankenhaus- und Reha Berichte dem Gutachter vorlegen, falls vorhanden.

Welche Krankheiten haben sie? Was sind ihre Beschwerden und wie stark?

Tagesablauf und Pflege

Wann stehen sie morgens auf ( Uhrzeit )?
Wie kommen sie ins Bad?
Wer hilft ihnen ( Name der Person die ihnen hilft )
Können sie sich Gesicht und Hände selbst waschen?
Wer wäscht ihnen den Rücken?
Wer kämmt ihnen die Haare?
Wer rasiert sie?
Können sie ihre Zähne alleine putzen?
Wer hilft beim waschen in der Intimregion und des Gesäßes?
Wer hilft beim waschen der Beine und Füße?
Brauchen sie für den Toilettengang Hilfe, sowie das Hinsetzen und Aufstehen von der Toilette?
Wer hilft ihnen beim Baden oder Duschen und wie oft?
Brauchen sie Hilfe beim eincremen der Haut?
Wo ziehen sie sich an und wer hilft ihnen dabei?
Bei welcher Körperregion benötigen sie Hilfe? Oberkörper / Unterkörper?
Können sie alleine die Unterwäsche, Hose, Strümpfe und Schuhe anziehen?
Können sie den Oberkörper selbständig ankleiden?
Können sie ihre Kleidung alleine richten?
Tragen sie Kompressions- Strümpfe, wer zieht sie ihnen an?
Wer richtet das Frühstück?
Was machen sie nach dem Frühstück?
Wie oft ruhen sie sich aus?
Liegen sie auf der Couch oder im Bett?
Warum auf der Couch oder im Bett?
Wie lange und in welcher Lage/ Position liegen sie?
Kommen sie alleine aus dem Bett?
Wie lange können sie sitzen, laufen und stehen?
Wie oft am Tag müssen sie zur Toilette?
Wann und wie oft besuchen sie eine Arztpraxis auf?
Welche Therapie machen sie? Wie oft?
Welche Wegstrecke können sie an einem Stück zurücklegen? Angaben in Meter.
Wie oft machen sie eine Pause beim Laufen?
Sehen sie Fern? Wie lange? Was sehen sie sich an?
Was sind ihre Hobbys?
Was machen sie am Tage?
Wer kocht das Essen?
Was können sie dabei tun?
Wann gehen sie am Abend zu Bett ( Uhrzeit )?
Können sie sofort einschlafen, schlafen sie die Nacht durch?
Haben sie Schlafstörungen?
Wie oft müssen sie nachts das Bett verlassen?
Verlassen sie das Bett weil sie Schmerzen haben?
Wie ist ihr Soziales Umfeld?
Haben sie Freunde?

Wohnsituation

Der MDK begutachtet die Wohnung.
Sauberkeit der Wohnung, Größe der Wohnung, Räumlichkeit der Wohnung,
ist ein Teppich in der Wohnung, sind Stolperkanten vorhanden, ist das Badezimmer gut zu erreichen, der MDK prüft das Schlafzimmer und die Höhe des Bettes.
Ist eine Spülmaschine vorhanden( defekt?) Wo steht die Waschmaschine?

Hauswirtschaftliche Versorgung

Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Kleidung und Wäsche, beinhaltet das Aufhängen der Wäsche und  das Bügeln.
Beheizen der Wohnung.
Was kann ich davon selbstständig erledigen. Was macht die pflegende Person.

Mobilität

Dazu gehört der Weg zur Toilette, das stehen vor der Toilette,  bis zum Stuhl oder Bett.
Der Weg bis zur Arztpraxis und zur Therapie sowie zur Apotheke. Amtswege die sie selbst erledigen müssen.

Tipp:

Der MDK achtet auf jede Kleinigkeit, Kopf und Rumpfdrehung, kann ich eine Zeit lang gut sitzen ohne das ich mich auf dem Stuhl vor und zurück lehne.

Es wird beobachtet wie man vom Stuhl hoch komme, stützt man sich nur ab oder zieht mich jemand hoch. Den MDK in kein Gespräch verwickeln, sondern nur auf Fragen vom MDK antworten.

Um eine Pflegestufe zu erhalten muss ein Hilfebedarf von 46 Min. in der Grundpflege erreicht werden. Was in der Regel schwer zu erreichen ist.

Die Mobilität und die hauswirtschaftliche Versorgung werden extra berechnet.

Auch dieser Fragenkatalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber Sie können sich so besser auf die Fragen vorbereiten.

Geben Sie sich natürlich und übertreiben Sie nicht - es fällt auf!

 

Danke an unser Mitglied Berta, die diesen Fragenkatalog zusammengestellt hat.


Quelle: Patienten-Informationen
Autor: Berta