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Newsletter Juni 2011

2011-06-16 05:59:13


Lieber Bandi [NAME]

Banditreffen in Aachen vom 16.09. bis 18.09. 2011 
 
Liebe Bandis,

Unser nächstes Banditreffen findet vom 16.09.-18.09.2011 in Aachen statt.

Das Banditreffen werden Printe und Inge in Aachen ausrichten. An dieser Stelle schon mal unser Dank für die Planungsphase.

Anmeldungen bitte in diesem Thread.

Alle Infos zum Treffen findet Ihr hier: Ablauf

Wir freuen uns jetzt schon auf Eure Anmeldungen.

Liebe Grüße und in freudiger Erwartung

Printe und Inge,  Harro und Heidi so wie das Team von www.diebandscheibe.de

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Übergewicht
Hungrige Mutter, dickes Kind


Christiane Fux

Wie sich die Mutter in der frühen Schwangerschaft ernährt, prägt das Kind fürs Leben. Spart die Mutter zu viele Kohlehydrate ein, wird der Sprössling zum Dicksein programmiert. Allerdings hat zu viel Zucker einen ähnlichen Effekt
Apfel, Bauch, Frau, Schwanger

Wenig Brot, selten Pasta und um Himmelswillen keinen Kuchen - Diäten mit niedrigem Kohlenhydratanteil sind derzeit im Trend. Sie sollen nicht nur helfen, Gewicht zu verlieren, sondern sind als langfristige Ernährungsstrategie gedacht.
Fötus auf Diät

In der Schwangerschaft allerdings ist eine solche Ernährung tabu, zeigt eine aktuelle Studie. Sie führt dazu, dass das Kind später ein stark erhöhtes Risiko trägt, zu dick zu werden. "Übergewicht hängt nicht nur von den Genen und vom Lebensstil ab, es kann durch Einflüsse gefördert werden, denen das Kind im Mutterleib ausgesetzt war", erklärt Keith Godfrey, Professor von der University of Southampton im Gespräch mit NetDoktor.de.

Der Wissenschaftler und sein Team hatten den Werdegang von 300 Kindern bis zum Alter von sechs bis acht Jahren verfolgt. Schon vor der Geburt befragten sie die Mütter zu ihrer Ernährung während der Schwangerschaft. Das Ergebnis: Sparte die Mutter an Kohlenhydraten, waren die Kinder im Grundschulalter deutlich häufiger zu dick als ihre Altersgenossen. "Kritisch ist das vor allem in der frühen Schwangerschft", betont Godfrey.

Angeschaltete Übergewichtsgene

Grund für diesen Effekt sind sogenannte epigenetische Veränderungen der Erbsubstanz. Dabei bleibt die DNA selbst zwar unverändert, die Anlagerung von bestimmten Molekülen bewirkt jedoch, dass Gene an- oder abgeschaltet werden.

Auf solche Veränderungen stießen die Forscher, als sie die Aktivität der Gene im Nabelschnurblut der Kinder unmittelbar nach der Geburt untersuchten. Eine kohlenhydratarme Ernährung der Mutter, so zeigte sich, hatte das RXRA-Gen beim Nachwuchs verändert. Dieses Gen enthält die Bauanleitung für den Vitamin A Rezeptor. Vitamin A wiederum beeinflusst den Fettstoffwechsel.

Was die Forscher überraschte, war der große Einfluss, den die epigenetischen Veränderungen hatten: Sie waren für ein Viertel der Unterschiede im Körpergewicht der Grundschüler verantwortlich. Evolutionsbiologisch ist eine solche Anpassung sinnvoll: In Hungerzeiten war es von Vorteil, wenn die Kinder der darbenden Mütter besonders gute Futterverwerter waren.

Auch zu viel Zucker schadet

Sollten Schwangere also möglichst Berge von Nudeln, Schnittchen und Mehlspeisen vertilgen? Mitnichten. Denn auch zu viel Kohlenhydrate verdammt die Ungeborenen zum drohenden Moppeltum, haben frühere Untersuchungen anderer Forscher ergeben.
In diesem Fall ist jedoch der Mechanismus ein anderer. Durch die Zuckerflut im mütterlichen Blut werden die Regulationsmechanismen im Gehirn des Ungeborenen geprägt. Ist es auf hohe Zuckerwerte geeicht, ist das Essbedürfnis höher als gewöhnlich. Mütter, die in der Schwangerschaft stark zunehmen oder wegen eines unerkannten Schwangerschaftsdiabetes hohe Zuckerwerte haben, bekommen daher Kinder mit starkem Hang zu überflüssigen Pfunden.
Fazit: Die goldene Mitte

Nicht zu viel und nicht zu wenig: Auch in punkto Kohlenhydraten erweist sich der goldene Mittelweg einmal mehr als die beste Strategie. In der Schwangerschaft ist das von besonderer Bedeutung - sowohl zu üppige Mahlzeiten als auch Diäten haben erheblichen Einfluss darauf, ob das Kind später mit seinem Gewicht kämpfen muss. Die ersten neun Monate prägen den ungeborenen Menschen fürs Leben.
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Fühlgedächtnis

Wie sich Menschen an Berührung erinnern
München (netdoktor.de) - Streicheln, tätscheln, klopfen - Menschen können offenbar mehrere Berührungsempfindungen gleichzeitig aus dem Gedächtnis abrufen. Dies berichten Neurowissenschaftlern der Berliner Charité im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS). "Eine neue Berührung löscht die Erinnerung an eine vorangegangene Berührung im Arbeitsgedächtnis nicht aus", erklären die Studienleiter. Vielmehr blieben neue und alte Berührungserinnerungen unabhängig voneinander erhalten, wenn der Mensch die Berührungen aufmerksam registriert habe.

Die Wissenschaftler gingen der Frage nach, in welcher Form Berührungsempfindungen im menschlichen Arbeitsgedächtnis, einem Teil des menschlichen Erinnerungsvermögens, abrufbar sind. Den Probanden wurden über Stimulationsgeräte, die den Tastsinn ansprechen, Vibrationen mit zwei unterschiedlichen Frequenzen auf den Zeigefinger übertragen. Solche Geräte werden etwa für das Lesen von Blindenschrift verwendet. Erst danach wurde ihnen gesagt, welche der beiden Frequenzen sie mit einer nachfolgenden Testfrequenz vergleichen sollten.

Die Informationen der Tastsinnesorgane werden zuerst ins Fühlzentrum im Gehirn geleitet und verarbeitet. Dort stellten die Forscher eine systematische Veränderung der Hirnaktivität fest, wenn die Probanden sich an eine Berührung erinnerten. Diese veränderte Aktivität war in den sogenannten Alpha-Wellen der Gehirnschwingungen zu sehen. Die Erinnerung an unterschiedliche Berührungen, also die Differenzierung zwischen den beiden Frequenzen, mit denen die Probanden stimuliert wurden, findet dann in den höheren Gehirnregionen statt - im sogenannten Frontallappen. Hier identifizierten die Forscher Hirnschwingungen einer bestimmten Wellenlänge (Beta-Schwingungen), die sich systematisch durch die Erinnerung an die beiden unterschiedlichen Frequenzen der Vibration veränderten.

Dabei blieb die frontale Beta-Aktivität nicht auf die zuletzt präsentierte Frequenz beschränkt. Die Probanden konnten auch eine frühere Frequenz abbilden, wenn sie sich daran erinnerten. Diese Ergebnisse wiesen darauf hin, dass es im Frontallappen ein Gedächtnis fürs Fühlen gebe, so die Forscher. Und dieses lasse sich bewusst ansteuern und kontrollieren.
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Abrechnungsbetrug: Patienten im Visier der Staatsanwälte

In Bremen steht eine Physiotherapeutin im Visier der Staatsanwaltschaft: Die soll Leistungen abgerechnet, aber andere erbracht haben. Speziell an dem Fall: Auch gegen ihre Patienten, etliche hundert, wird ermittelt.

BREMEN (eb). Ein Fall von Abrechnungsbetrug in Bremen zieht weitere Kreise: Nicht nur die betroffene Physiotherapeutin steht im Visier der Ermittler, auch gegen einige hundert ihrer Patienten wird nach einem Bericht des "Weser Kurier" ermittelt.

Der Fall reicht zurück bis in den Herbst 2008. Damals nahm die Staatsanwaltschaft Bremen die Ermittlungen gegen eine Physiotherapeutin aus der Hansestadt auf.

Der Vorwurf: Sie soll statt der von den Ärzten verordneten Krankengymnastik osteopathische Behandlungen durchgeführt haben. Die sind allerdings in der gesetzlichen Krankenversicherung von der Erstattung ausgeschlossen.

Im Dezember 2010 machte schließlich die Bremer Prüfgruppe für Abrechnungsmanipulation den Fall bekannt. Nach ihren Angaben soll die Therapeutin von Ärzten verordnete Krankengymnastik im Verhältnis 2:1 in osteopathische Behandlung "umgerechnet" wurde. Nach den Schätzungen der Prüfer sei dadurch ein Schaden von rund 190.000 Euro entstanden.

Wilfried Mankus, Sprecher der Prüfgruppe, sagte damals: "An diesem Fall wird gut sichtbar, dass sich auch die Versicherten strafbar machen, wenn sie sich auf solch einen Handel einlassen. Strafanzeige wurde nicht nur gegen die Physiotherapeutin, sondern auch gegen die Patienten gestellt."

Die Staatsanwaltschaft sah das offenbar ähnlich und nahm auch sie ins Visier. Zunächst war die Rede von 650 Patienten, gegen die wegen Beihilfe zum Betrug ermittelt wurde. Nach Angaben des "Weser Kurier" sind einige Verfahren bereits eingestellt.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, bestätigte der "Ärzte Zeitung" die Ermittlungen. Nach seinen Worten lassen sich die Fälle einfach zusammenfassen: Ein Arzt verordnet Krankengymnastik, die Therapeutin spricht mit dem Patienten aber eine osteopathische Behandlung ab.

Statt sechs verordneten Behandlungen liefert sie nur vier. Laut Passade sei dies im Einverständnis zwischen Patient und Behandlerin geschehen. In einigen Fällen hätten die Patienten außerdem eine Zuzahlung geleistet.

Anschließend rechnet die Therapeutin sie sechs verordneten Gymnastikbehandlungen mit den Kassen ab. Somit ergibt sich der Betrugsvorwurf, bzw. der Vorwurf zu dessen Beihilfe.

Der Anwalt der Therapeutin sieht das allerdings anders. Dem "Weser Kurier" sagte er, dass es in diesem Fall Unterschiede zum "klassischen Abrechnungsbetrug" gebe.

Denn seine Mandantin habe die Leistungen ja erbracht. Nun stelle sich höchstens die Frage, "ob die gesetzlichen Kassen diese Leistung (die Osteopathie, Anm. d. Red.) bezahlen wollen."

Der Bremer Gesundheitsökonom Professor Gerd Glaeske richtet eine Mahnung denn auch an die Ärzte. Ebenfalls im "Weser Kurier" sagte er: "Ärzte sollten exakt beschreiben, was die Physiotherapeuten leisten sollen".

Unbestimmte Rezepte seien ein Einfallstor für beliebige Behandlungsformen. Am Beispiel der Physiotherapeuten sagte er: Sie hätten dann "leichtes Spiel", die Patienten von einer bestimmten Therapie zu überzeugen.
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Erst schwanger, dann Schilddrüsenprobleme
Alle Schwangeren auf Zeichen einer Schilddrüsenstörung zu untersuchen - dafür plädieren tschechische Forscher. Denn sie haben entdeckt: Eine von zwanzig werdenden Müttern hat zwei Jahre nach der Geburt Schilddrüsenprobleme.



ROTTERDAM (ars). Antikörper gegen ein Schilddrüsenenzym sind im Blut vieler Frauen nachweisbar. Die meisten bleiben gesund. Ausnahme: Schwangere mit Antikörpern. Rund zwei Jahre nach der Entbindung hat mehr als ein Drittel Schilddrüsenwerte außerhalb des Normbereichs. Dieses Studienergebnis werten die Autoren als Argument für ein allgemeines Screening bei werdenden Müttern.

Das Resultat sei deshalb so bedeutsam, weil es für eine große Zahl von Frauen gelte. Und weil es Auswirkungen auf die Gesundheit der Mütter, ihrer Babies wie auch nachgeborener Kinder habe. So kommentieren die Wissenschaftler der Universität Prag ihre Daten, die sie beim Kongress der European Society of Endocrinology in Rotterdam vorgestellt haben.

Etwa eine von sieben Frauen (14 Prozent) hat Antikörper gegen die Thyreoidperoxidase (TPO) im Blut, dagegen nicht einmal drei Prozent der Männer. Dieses Enzym ist an der Bildung der Schilddrüsenhormone beteiligt. Bisher war bekannt, dass ein solcher Testbefund mit geburtsmedizinischen Komplikationen und Schilddrüsenproblemen assoziiert ist, aber genaue Zahlen existierten nicht.

Um den Zusammenhang aufzuklären, haben Dr. Eliska Potlukova und ihre Kollegen 100 Frauen untersucht, die in der Schwangerschaft TPO-Antikörper aufwiesen, sonst aber gesund waren. 

Nach erneuten Tests durchschnittlich 22 Monate nach der Entbindung fanden sie bei 35 Prozent der Frauen erhöhte oder erniedrigte Spiegel des Thyreoid-stimulierenden Hormons TSH. Das in der Hypophyse gebildete Hormon fördert in der Schilddrüse die Bildung von Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3).

Frauen, die gerade schwanger geworden sind oder die es werden wollen, sollten unbedingt die Schilddrüse auf eine subklinische Unterfunktion untersuchen lassen, sonst riskieren sie Schäden für die geistige Entwicklung des Kindes oder eine Frühgeburt, raten Experten im "Forum Schilddrüse". 

Auf jeden Fall werden TSH-Tests für Schwangere mit Risikofaktoren empfohlen. Dazu gehören Schilddrüsenoperation, Bestrahlung von Kopf oder Hals, Struma, Hinweise auf Hypo- oder Hyperthyreose. Untersucht werden sollten auch Frauen mit Schilddrüsenerkrankung in der Familie, mit Typ-I-Diabetes und anderen Autoimmunstörungen.

TPO-Antikörper, Hashimoto, Basedow
TPO-Antikörper sind bei über 90 Prozent der Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis und bei über 70 Prozent der Patienten mit M. Basedow nachweisbar. Allerdings sind bei etwa einem Drittel der Erkrankten die Antikörper-Titer nur grenzwertig oder leicht erhöht. 

Aber auch bei etwa einem Fünftel der Patienten mit nicht-autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen wie Struma nodosa oder Autonomien sind die Spiegel erhöht. Ebenso können bei euthyreoten Gesunden leicht erhöhte Werte vorkommen. 

Daher lässt sich bei niedrigen Titern nicht unbedingt auf eine Autoimmunthyreopathie schließen. (ars)
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Krankenkasse muss auch "Rollstuhl-Bike" bezahlen
Behinderte haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf ein Rollstuhl-Bike, hat das Bundessozialgericht entschieden.


KASSEL (mwo). Können sich Behinderte in der nahen Umgebung ihrer Wohnung mit einem normalen Rollstuhl nicht mehr angemessen fortbewegen, muss die Krankenkasse auch ein handkurbelbetriebenes Rollstuhl-Bike bezahlen.

Das gilt nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene, wenn das Hilfsmittel Schmerzen verhindert oder eine therapeutische Behandlung unterstützt, urteilte kürzlich das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel.

In zwei Fällen hatte die Krankenkasse die Übernahme der Kosten von 2600 Euro verweigert. Mit einem normalen Rollstuhl seien die Antragsteller ausreichend versorgt.

Die Rollstuhlfahrer argumentierten, dass sie sich nur noch mit dem Rollstuhl-Bike problemlos in ihrer näheren Umgebung fortbewegen können. Eine Klägerin wies darauf hin, dass sie wegen des jahrelangen Fahrens mit dem normalen Rollstuhl regelmäßig Schulterschmerzen habe. Das Fahren mit dem Rollstuhl-Bike sei dagegen fast schmerzfrei.

Der 3. Senat des Bundessozialgerichts gab den Rollstuhlfahrern im Wesentlichen recht. Habe ein Behinderter im normalen Rollstuhl Schmerzen, könne dies den Anspruch auf ein Rollstuhl-Bike begründen. Aus teils formalen Gründen verwies das BSG allerdings die beiden Fälle an das Landessozialgericht (LSG) Essen zur weiteren Prüfung zurück.

Dabei setzte das BSG erneut keine allgemeingültige Grenze fest, wie groß der "Nahbereich" der Wohnung ist. In der Vorinstanz hatte sich das Landessozialgericht Essen auf die in der Rentenversicherung geltende 500-Meter-Strecke gestützt.

Diese Grenze könne man auf die Krankenversicherung aber nicht übertragen, so das BSG. Hier gelte grundsätzlich die Strecke als Nahbereich, die auch Nichtbehinderte zu Fuß zurücklegen.

Dabei komme es auch auf für Nichtbehinderte üblicherweise fußläufige Ziele an, etwa Arztpraxen, Supermarkt und Bank. "Dies verbietet eine streckenmäßige Festlegung", betonte das BSG.

Az.: B 3 KR 7/10 R und B 3 KR 12/10 R
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Hohes Schmerzensgeld Klinik und Chefarzt müssen nach OP-Pfusch zahlen

Pfusch im OP - Klinik und Chefarzt müssen zahlen

Bonn (dpa/lnw) - Fünf Jahre nach einer misslungenen Rückenoperation müssen eine Klinik aus dem Rhein-Sieg-Kreis und ihr Chefarzt 70 000 Euro Schmerzensgeld an eine heute 18-jährige Patientin zahlen. Laut Urteil des Bonner Landgerichts, das am Montag bekannt wurde, waren bei dem operativen Eingriff mehrere Behandlungsfehler begangen worden. Die damals 13-Jährige litt seit ihrem siebten Lebensjahr an einer fortschreitenden Rückenverkrümmung (Skoliose). Nach der Operation im März 2006 wachte sie mit Symptomen einer Querschnittslähmung auf. Sie konnte die Beine zeitweise nicht mehr bewegen. Organe des Unterbauchs blieben gelähmt.

Vor allem durch eine falsch gesetzte Schraube, die den Spinalkanal perforiert hatte, sei das Rückenmark des Mädchens verletzt worden, heißt es im Urteil. Dies hätte durch vorheriges Abtasten verhindert werden können. Als der Chefarzt die Lähmung feststellte, wurde noch am gleichen Tag eine weitere Operation eingeleitet, um den Eingriff rückgängig zu machen. Laut medizinischem Gutachter jedoch hätte die Schrauben-Fehllage durch Röntgen oder eine Computertomographie vorher abgeklärt werden müssen.

Nach viermonatiger Behandlung in einer Spezialklinik konnte die 18-Jährige ihre Beine teilweise wieder spüren. Die Lähmung in den Organen jedoch ist geblieben. Die verklagte Klinik und ihr Chefarzt müssen auch für alle zukünftigen Schäden, die noch eintreten könnten, zahlen. (AZ: LG Bonn 9 O 192/09)

Quelle: dpa
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DOSIERT 
Nur jeder Dritte joggt gesund


Zwei von drei Freizeitläufern setzen beim Sport unnötig ihre Gesundheit aufs Spiel. Das ergab die Auswertung unter 10 000 Teilnehmern einer Online-Befragung des AOK-Bundesverbands.

Gesundheitsschädliches Trainingsverhalten erkennt Studienleiter Henning Allmer bei 32 Prozent der Sportler. „Diese Gruppe hat die totale Erschöpfung als Ziel“, sagt der Sportpsychologe. Bei dauerhafter Überforderung drohen Verletzungen und Kreislaufprobleme. „Zudem bleibt der Trainingseffekt aus.“ Probleme sieht er bei einem weiteren Drittel der Läufer, die bei Schmerzen, Pulsrasen oder Atemlosigkeit ihre Anstrengung nicht drosseln. „Man muss diese Körpersignale zum Anlass nehmen runterzuschalten“, rät Allmer.
Gruppensportler rennen häufiger gesundheitsförderlich als Einzelkämpfer. Wer nur selten zum Laufen kommt, überfordert sich dagegen besonders häufig, weil oft nicht systematisch trainiert wird.

Quelle: Focus-Online
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AOK baut Zweitmeinungsverfahren für Versicherte aus

Die AOK Baden-Württemberg bietet Versicherten seit zwei Jahren ein Zweitmeinungsverfahren bei bestimmten Indikationen an. Jetzt wird das Angebot ausgeweitet.


STUTTGART (fst). Seit dem Start des Projekts im Juli 2009 haben Versicherte in 1900 Fällen eine Zweitmeinung erbeten. Jetzt wird das bisher auf onkologische und orthopädische Erkrankungen begrenzte Angebot um die Urologie erweitert.

In jedem dritten Fall einer Zweitmeinungsanfrage wurde der Versicherte einem Experten vorgestellt. In der Orthopädie erhielten 40 Prozent der Versicherten ergänzende oder alternative Therapievorschläge, in der Onkologie war es jeder Dritte.

"Eine ärztliche Zweitmeinung verbessert nachweislich den Therapieverlauf", sagte AOK-Vorstandschef Dr. Rolf Hoberg am Dienstag in Stuttgart. Durch das Angebot würden die Versicherten "in krankheitsbedingt schwierigen Lebens- und Entscheidungssituationen unterstützt".

Die Kasse registriert in ihren Hotlines eine hohe Nachfrage nach Informationen zu urologischen Gesundheitsproblemen. Krankheiten des Urogenitialtrakts seien "unter den Top 10 der nachgefragten Hauptdiagnosen", erklärt Vorstandsvize Dr. Christopher Hermann.

Deshalb werde das Zweitmeinungsverfahren ab Juni auf mehrere urologische Diagnosen erweitert. Um eine Zweitmeinung anfragen können Versicherte mit gutartigen Prostataerkrankungen, Harninkontinenz sowie den Diagnosen im Bereich der Uro-Onkologie, Kinderurologie, Harnsteintherapie und Neurourologie.

Bislang haben Versicherte binnen acht bis maximal 16 Tagen einen Termin bei einem Zweitmeinungsexperten erhalten. Die Rückmeldungen der Teilnehmer an dem Verfahren seien sehr positiv, erklärt die AOK. Mehr als 90 Prozent der Versicherten hätten einer Umfrage der Kasse zufolge erklärt, sie würden das Zweitmeinungsverfahren einem Freund oder Bekannten weiterempfehlen.

Die AOK geht von 15 Anfragen von Versicherten mit urologischen Problemen pro Woche aus. Landesweit hat die Kasse sechs Zweitmeinungsexperten in der Urologie gewinnen können. Einer von ihnen, Professor Ulrich Wetterauer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Freiburg, zeigt sich überzeugt, dass das Angebot für viele Patienten den Therapieverlauf verbessern könne.

Fortschritte in der Medizintechnik und der medikamentösen Behandlung führten beispielsweise bei Patienten mit Harnstein "zu besseren Ergebnissen, aber auch zu einem breiteren Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten". In dieser Situation sei eine ausgewogene ärztliche Empfehlung besonders wichtig, denn: "Wer die Wahl hat, hat die Qual der Entscheidung."
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Kassenpatienten warten länger

rivatpatienten warten in Schnitt nur 21 Minuten, bis sie vom Arzt behandelt werden. Demgegenüber müssen Kassenpatienten durchschnittlich rund 27 Minuten auf ihre Behandlung warten. Zu diesem Ergebnis kam eine Befragung der gesetzlichen Kassen im Auftrag des BKK Bundesverbandes. Zeitliche Spannbreiten verrät die Studie hingegen nicht. Eine Stunde auf den Arzt zu warten, dürfte daher immer noch keine Seltenheit sein.

Zudem: Manche Ärzte behandeln GKV- und PKV-Kunden gleich, anderer machen große Unterschiede. Befragt wurden von Kantar Health rund 6.000 Bundesbürger ab 14 Jahren zum Thema "Arztbesuche/Wartezeiten". Am raschesten geht es für Kassenpatienten bei den Zahnärzten mit 13 Minuten, gefolgt von den Gynäkologen mit 23 Minuten. Bei Kinderärzten beträgt die Wartezeit durchschnittlich 29 Minuten. Längere Wartezeiten gibt es bei den Augenärzten mit 37 Minuten sowie bei HNO-Ärzten und Orthopäden mit jeweils 35 Minuten.

Wer akut erkrankt ist, kann - egal ob er Kassenpatient ist oder Privatversicherter - damit rechnen, noch am selben Tag versorgt zu werden. Große Unterschiede gibt es weiterhin bei der Terminvergabe. Im Schnitt müssen gesetzlich Versicherte 19 Tage auf einen Termin warten, private Versicherte aber lediglich zwölf Tage. Hier hat sich laut der Umfrage die Situation für GKV-Kunden gegenüber 2008 verbessert. Damals mussten Kassenpatienten noch 20 Tage waren, während PKV-Patienten schon nach durchschnittlich acht Tagen einen Termin bekamen. Gar keinen Arzttermin bekommen rund 15 Prozent der Befragten. Das sind zwei Prozent mehr als noch 2008. Betroffen davon waren überwiegend GKV-Versicherte. Nur bei neun Prozent der Privatpatienten gab es weder 2008 noch 2011 einen Termin.

Internetforen als Beschwerdebörsen
Die Patienten, die keinen Termin erhalten, wollen in 90 Prozent aller Fälle einen Facharzt konsultieren. Die aktuelle Studie bestätigt auch frühere Ergebnisse. So bestätigte eine Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) schon 2007 den Verdacht vieler gesetzlich Versicherter: Es gibt ein Zweiklassensystem. Trotz akuter Beschwerden musste damals jeder vierte Kassenpatient mindestens zwei Wochen auf einen ambulanten Termin warten. Bei privat Versicherten mit akuten Beschwerden traf dies nur für 7,8 Prozent der Patienten zu. Demgegenüber hat die Techniker Krankenkasse per Forsa-Umfrage vor einiger Zeit festgestellt hat, dass neun von zehn GKV-Patienten mit den Wartezeiten zufrieden sind. Diese Erkenntnis hatte auch schon 2008 die Kassenärztliche Bundesvereinigung gewonnen, aber gleichzeitig festgestellt, dass Kassenpatienten bis zu drei Mal so lange auf einen Arzttermin warten müssen wie Privatversicherte. In Internetforen hagelt es hingegen nur so von Beschwerden über Ärzte, die Privatpatienten vorziehen. 

Quelle: www.versicherungsmagazin.de
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Sozialplan darf Abfindung bei befristeter Erwerbsminderungsrente ausschließen

Arbeitgeber und Betriebsrat dürfen laut gestriger Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) in einem Sozialplan vereinbaren, dass solche Arbeitnehmer bei der betriebsbedingten Kündigung keine Abfindung erhalten, die wegen einer befristeten vollen Erwerbsminderungsrente nicht beschäftigt sind. Im Ausgangsfall hatten die Betriebsparteien im Sozialplan vereinbart, dass Arbeitnehmer von Leistungen ausgeschlossen sind, die wegen einer befristeten vollen Erwerbsminderungsrente nicht beschäftigt sind und bei denen damit zu rechnen ist, dass die damit einhergehende Arbeitsunfähigkeit auf Dauer fortbesteht oder zumindest in absehbarer Zeit nicht behoben werden kann. Davon sei auszugehen, wenn eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Jahren oder eine Bewilligung von voller Erwerbsminderungsrente für mehr als drei Jahre vorliegt. Der zum 31.07.2008 betriebsbedingt gekündigte Kläger war seit Dezember 2001 infolge eines Wegeunfalls ununterbrochen erkrankt. Seit 2003 bezog er eine zunächst bis zum 2007 befristete Erwerbsminderungsrente. Diese wurde ohne Unterbrechung bis zum 30.06.2009 verlängert. Seitdem bezieht er eine unbefristete Rente.

Die auf die Zahlung einer Sozialplanabfindung von 220.000 € gerichtete Klage blieb vor dem BAG ohne Erfolg. Durch den Sozialplan werden erwerbsgeminderte Arbeitnehmer nicht unmittelbar wegen ihrer Behinderung benachteiligt. Diese befinden sich nicht in einer vergleichbaren Lage mit den vom Sozialplan begünstigten Arbeitnehmern. Anders als diese erleiden die von Sozialplanleistungen ausgeschlossenen Erwerbsgeminderten typischerweise durch den Arbeitsplatzverlust keine weiteren wirtschaftlichen Nachteile. In Bezug auf diese Personengruppe können die Betriebsparteien typisierend davon ausgehen, dass sie auch zukünftig nicht in der Lage sein wird, durch den Einsatz ihrer Arbeitskraft Arbeitsentgelt zu erzielen (BAG, Urteil vom 07.06.2011; Az.: 1 AZR 34/10).
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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat Juli alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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Daten und Fakten:

10.735 Mitglieder
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Einige Beiträge sind der Quelle: http://www.netdoktor.de entnommen.

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