Hallo zusammen,
ich bin 35 Jahre alt und habe seit mittlerweile 7 Monaten ausstrahlende Schmerzen in linken Bein, ausgehend aus einem Bandscheibenvorfall L5/S1 mit entsprechender Nervenkompression.
Ich nehme seither Diclofenac (1-2x täglich 75mg), wodurch sich die Schmerzen ganz gut regulieren lassen - dennoch aber vorhanden sind. Im Dezember habe ich zudem 4 PRT-Spritzen erhalten, leider komplett ohne Wirkung. Mein Neurochirurg rät nun sehr stark zu einer OP, ich bin mittlerweile auch soweit dies anzugehen - da konservativ wohl keine Verbesserung in Sicht ist.
Haltet ihr die OP für sinnvoll und wie wäre hier der typische Ablauf insbesondere nach der OP - wie lange fällt man aus (Bürojob), wie ist allgemein der Zustand/Verlauf nach der OP. Vielen Dank für eure Erfahrungswerte und Einschätzungen.
Hier noch mein MRT-Bericht zur besseren Einschätzung:
Normale lumbale Lordosehaltung, erhaltene Wirbelkörperhöhen, keine Olisthese. Reduziertes
T2-Signal der Bandscheiben der unteren beiden LWS-Segmente, mäßige Höhenminderung des
Intervertebralraumes L5/S1. Im Segment L4/5 zeigt sich eine breitbasige Bandscheibenprotrusion mit
rechtsseitiger Betonung mit hier Tangierung der L5-Wurzel recessal. Im Segment L5/S1 ein kräftiger
links-mediolateraler NPP mit Kompression der S1-Wurzel recessal links und Dorsalverlagerung der
übrigen Kaudafasern links. In den übrigen LWS-Segmenten keine Protrusion oder NPP. Frei
durchgängige Neuroforamina. Allseits erhaltener Liquorreserveraum. Regelrechte Artikulation in den
kleinen Wirbelgelenken ohne relevante Hypertrophie. Partielle Abbildung der ISG ohne
Signalauffälligkeiten. Unauffällige paravertebrale Weichteile.
Beurteilung:
Beginnende Osteochondrose der unteren LWS. Keine foraminale oder spinale Enge.
L4/5: Rechts-mediolateral betonte Bandscheibenprotrusion mit Tangierung der rechten L5-Wurzel
recessal.
L5/S1: Kräftiger links-mediolateraler NPP mit Kompression der linken S1-Wurzel recessal,
zusätzliche Dorsalverlagerung der übrigen linken Kaudafasern.