deichgeissbock
07 Feb 2026, 23:58
Hallo Pauline,
insgesamt waren es vier PRT in zwei verschiedenen Unikliniken.
Immer unter Bildgebung (CT/Röntgen). Leider ohne Erfolg.
Insgesamt hatte ich 39 Stunden Physiotherapie, also 39 × 60 Minuten.
Darüber bin ich sehr dankbar, denn somit konnten die nächtlichen Beschwerden
im Trizepsbereich behoben und die Rückenmuskulatur immer wieder entlastet werden (dauerhafte Schonhaltung).
Es gab auch eine Kortisonspritzen-Therapie, Wärmebehandlungen usw.
Am Ende stagniert der gesamte Heilungsprozess, sodass es keine andere Wahl gibt. Vier Top-Kliniken gleicher Meinung.
Herzliche Grüße und vielen Dank für die netten Worte
deichgeissbock
08 Feb 2026, 00:02
Ergänzung: Meine Bedenken betreffen eher die Zeit danach und die Degeneration der anderen HWS-Wirbel.
Wie stark ist die Einschränkung bei zwei Cages von C5 bis C7?
Kann man seinen Kopf ansatzweise so gut bewegen wie vorher oder ist das von Fall zu Fall extrem unterschiedlich?
Pauline69
08 Feb 2026, 09:48
Hallo Markus,
Was die anschließende Degeneration der darüber und darunter liegenden Bandscheiben betrifft, lässt sich keine Prognose abgeben.
Ich selbst bin im Oktober 2018 von C5 bis C7 mit Cage versteift worden, im Jahr 2023 meldete sich dann mit Gewalt C4/C5.
Im März 2024 wurde dann diese Etage, ebenfalls, mit Cage versteift.
Dazu muss ich jedoch sagen, dass C4/C5 auch bereits 2018 schon leicht auffällig gewesen ist.
Einschränkungen habe ich keine!
Ich kann meinen Hals/Kopf in alle Richtungen, ohne spürbaren Verlust, bewegen.
Unmittelbar nach der Operation sollte man sich sechs Wochen keinen Belastungen aussetzen.
Wie lange es dauert, bis sich der spürbare Kraftverlust erholt, kann sehr unterschiedlich sein.
Ein großer Teil der Kraft war bei mir nach circa 12 Wochen wieder vorhanden, die restliche Schwäche benötigte allerdings circa zwei Jahre.
Nach beiden Operationen bin ich noch circa dreieinhalb Wochen zu einer ambulanten Reha gegangen.
2018 klappte dies gut, wenn gleich es auch dort schon etwas zu früh gewesen ist.
Nach 4-5 Wochen hätte ich besser starten können.
2024 wurde nach 3 Tagen die Reha unterbrochen, nach 2 Wochen Pause starteten wir einen erneuten Versuch, der jedoch nicht gut gelungen ist. Dies lag allerdings daran, dass ich in der 2. Operation eine schwere Komplikation erlitt.
Durch was auch immer ausgelöst, hatte ich anfangs eine komplette C5 Parese/Plegie
Dadurch konnte ich meinen rechten Arm so gut wie gar nicht anheben, was wiederum zu extremen Verspannungen im Nacken und auch im vorderen Halsbereich führte.
Grundsätzlich finde ich eine Reha, nach solch einer Operation, sehr gut, würde jedoch mit dem jetzigen Wissen immer versuchen, möglichst erst nach der 5. Woche, postoperativ, zu beginnen.
Viele Grüße,
Pauline
deichgeissbock
16 Feb 2026, 00:08
Hallo Pauline,
vielen Dank für die weiteren Einblicke. Ich finde, zu diesem Thema kann man sich nicht genug austauschen. Generell gibt es ja keine Schablone, die zu jedem Krankheitsbild passt bzw. alles erklärt. Am Ende habe ich mich immer nur gefragt, ob meine Klinikwahl und damit verbunden der Operateur die richtigen sind. Am Dienstag sollte ich operiert werden. Am Montag während der Aufnahme (400 km Hin- und Rückweg) bekam ich mittags die Information, dass der Operateur krank ist. Die OP wurde abgesagt. Ich kann nach Hause fahren. Zu Hause angekommen, erhielt ich abends einen Anruf, dass ich kommen könne und am Mittwoch operiert würde. Mmmmh, komisch, das ist aber eine schnelle Genesung. Dazu muss man sagen, dass es sich bei der Klinik um eine Spezialklinik mit weltweit gutem Ruf handelt. Die Wirbelsäulenabteilung ist mit zwei Operateuren für eine so große Klinik aber eher dünn besetzt.
Der Arzt war nicht krank, sondern hatte angeblich eine familiäre Angelegenheit. Letztendlich gab es garantiert ein Kapazitätsproblem. Operative Kliniken scheinen zu überbuchen, im Idealfall kommen alle zur Aufnahme und das Krankenhaus ist optimal belegt, dann müssen zu viel einberufene Patienten wieder nach Hause geschickt werden. In der Nacht bekam ich Fieber und wurde krank. Absage. Eine Operation in der nächsten Woche ist nicht möglich. Ich habe starken Husten und bin schlapp. Das Antibiotikum wirkt noch zwei Tage. Das Fieber ist weg, aber der trockene Husten stört und dürfte für die Operation ein Problem sein, oder?
Herzliche Grüße
Pauline69
16 Feb 2026, 10:47
Hallo deichgeissbock,
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass zu viele unterschiedliche Meinungen, dich auch gewaltig durcheinanderbringen können.
Im Idealfall, sollte man sich von Anfang an, eine große und renommierte Klinik der Maximalversorgung für eine Beurteilung aussuchen.
Gegen eine Zweit Meinung ist natürlich überhaupt nichts einzuwenden, eine Dritt-, Viert- und Fünft Meinung halte ich jedoch für fatal.
Im schlechtesten Fall hast du dann fünf verschiedene Meinungen.
Die Klinik Wahl kannst letztendlich nur du entscheiden, denn dazu gehört, zur Fachkompetenz, auch das persönliche Empfinden.
Dein Gefühl, dass die Kliniken heutzutage die Operation überbuchen, kann ich nicht teilen!
Ich bin in den letzten sieben Jahren acht mal operiert worden, alle Termine sind auf den Tag genau eingehalten worden.
Zu einer Verschiebung ist es kein einziges Mal gekommen.
Nach einer Erkrankung sollte man, meines Wissens nach, 2-4 Wochen warten, bis man eine erneute Operation plant.
Zumindest, wenn es sich um einen planbaren Eingriff handelt.
Viele Grüße,
Pauline
deichgeissbock
16 Feb 2026, 23:33
Hallo Pauline,
das mit der Überbuchung ist mir bisher lediglich vor 20 Jahren bei einer einfachen Herz-OP passiert.
An dem Tag waren zu viele Patienten, sodass der Termin um zwei Tage verschoben werden musste.
In meinem Freundeskreis ist diese Vorgehensweise bereits mehrfach bekannt geworden,
auch aus Klinikkreisen, und die Quelle ist sicher.
Unter meinen Freunden befinden sich Physiotherapeuten, die Gleiches berichten.
In der Familie ist das im letzten und vorletzten Jahr passiert, aber das halte ich nicht für verwerflich.
Zur Klinik: Es ist schon die Klinik meines Vertrauens.
Ich habe auf die Maximalversorgung geachtet, doch die beiden Kliniken, die dafür in Frage kamen, sind durchgefallen.
Die jetzige Klinik bzw. der Operateur haben nicht Level 1, aber ich vertraue dem Arzt und der Klinik zu 100 %.
Noch 17 Tage bis zum OP Termin. Wie heißt es so schön, wird schon schief gehen.
Viele Grüße
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