Update (oder: Ich glaub es geht schon wieder los...):
Hallo mal wieder, mein letzter Eintrag hier ist schon einige Zeit her, jetzt wird es aber (leider) mal wieder Zeit, etwas zu schreiben. Es ist das altbekannte Muster, wenn es einem gut geht, teilt man das eher weniger mit, als bei akuten Beschwerden. Doof eigentlich...
Also, Ende Juli hatte ich meine erste PDI-Spritze bekommen. Diese wurde in den Hiatus sacralis gesetzt. Ich erinnere mich sehr gut daran, ich bin dort angekommen und konnte keine Minute stehen oder laufen, bis die Schmerzen schier unerträglich wurden.
Nach der Spritze habe ich mich zuhause hingelegt und den Tag ruhig ausklingen lassen. Am nächsten Morgen waren die Schmerzen erheblich weniger. Und am übernächsten Tag war ich quasi schmerzfrei. Welch herrliches Gefühl.
Nach 7 Tagen stand die zweite Spritze an, und mein schmerzfreier Zustand hielt weiter an. Ich machte weiter Physio und ich konnte sogar wieder radfahren (habe zwei Touren a 50km unternommen) und das Laufen ging wunderbar. Ich war auch ein paarmal wandern, jeweils so um die 5-9 km, ein Traum. Klar, früher waren es 25km, aber egal, das wird schon wieder, ist ja logisch, dass ich abgebaut habe.
Mein Physio zeigte mir nun einige Übungen zur Kräftigung der Muskulatur, die ich täglich ohne Probleme durchführte, und ich ließ mir in meinem Fitnessstudio einen Plan mit isometrischen Übungen erstellen. Den habe ich auch vom Physio absegnen lassen, der riet mir auch zu einer Übung zur Nervenmobilisierung des Ischias. Die war zwar nicht gerade angenehm, aber je nach Tagesform auch gut machbar.
So langsam ging das Leben also wieder los, und ich gab meinem Chef Bescheid, dass ich bald mit der Wiedereingliederung starten wollte.
14 Tage nach der zweiten Spritze stand die letzte Injektion an. Ich bin mit dem Rad zur Praxis gefahren, habe ohne Probleme im Wartezimmer eine halbe Stunde gesessen. Die Spritze war wie die anderen, etwas unangenehm, aber gut aushaltbar. Nun sollte erstmal gewartet und dann im Oktober entschieden werden, ob eine weitere Behandlung nötig ist.
Leider fingen dann am Tag nach der Spritze die Probleme wieder an. Zunächst nur ein unangenehmes Gefühl beim Sitzen (ich schob es auf das frisch eingespritzte Kortison).
Jetzt, knapp drei Wochen später, hat es sich weiter verschlechtert. Sitzen ist nach einer Weile schmerzhaft, die Physioübungen tun auch weh. Die Mobilisationsübung ist nur unter Schmerzen und sehr begrenzt durchführbar, so richtig gerade bekomme ich das Bein nicht. Es sticht quasi permanent im unteren Rücken, der Ischias ist auch sehr gereizt. Habe jetzt auch teilweise wieder Diclofenac genommen.
Positiv ist, dass ich noch normal laufen kann, wenn auch nicht so weit. Dann muss ich mich hinlegen. Stehen kann ich gut, auch auf den Zehen. Und die Taubheit ist nur noch im kleinen Zeh, und auch da habe ich das Gefühl, es ist etwas weniger geworden (kann aber auch täuschen). Und ich kann durchschlafen.
Dennoch ist es ein deutlicher Rückschritt, bin wieder wie "eingerostet". Meine Theorie ist, dass ich vielleicht mit den Übungen von Physio und Fitnessstudio schon wieder zuviel wollte. Ich war auch nur zweimal da, während der Ausführung hatte ich fast keine Probleme, dafür aber am nächsten Tag umso mehr. Was sehr unangenehm war und ist, einen Katzenbuckel zu machen oder sich nach hinten zu beugen. Das heißt ja eigentlich, dass der Nerv noch bedrängt wird, oder?
Es ist alles sehr frustrierend. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich aus dem gröbsten raus bin. Mit Rückenschmerzen kämpfe ich seit Anfang April, mit den Ischiasproblemen durch den Nerv seit Juni (mit den 3 Wochen Unterbrechung). Nun haben wir schon September und ich hänge ganz schön durch, dass das alles jetzt scheinbar von vorne losgeht und ich außer ein wenig schmerzfreie Zeit nichts gewonnen habe...