Habe mal sporadisch hier im Forum rein gesehen und wollte dir Mut machen.
Ich hatte mich sehr schnell zu einer HS OP C5/6 entschlossen. Der NC sagte , das meist danach auch C6/7 käme. Seinem Plan stimmte ich zu. Nach kurzem Abwägen ging ich das Risiko einer OP ein (wegen Querschnittlähmungsgefahr).
Ich hatte Ausfälle und Schmerzen in der Schulter + Arm . Die 5 PRT Spritzen halfen nur sehr temporär. Somit OP am 27.4.2011.
Im Aug/Sep. des gleichen Jahres begann ich das "Hamburger Model" - anschl. fest gearbeitet . Schmerzfrei und ohne Schmerzen mit dem Pferd zu galoppieren war erst nach ca. 1 1/2 Jahr nach der OP möglich.
Ich bin also einer, bei der die OP gelungen ist und ich zu 96% schmerzfrei bin. Es war aber kein leichter Weg dorthin. Ich bin überzeugt, das durch meine schnelle OP-Entscheidung meine sonst fortschreitende Einengung am Rückenmark ausgebleiben ist. Dann wären die Schäden nicht nur größer sondern auch die OP, so glaube ich, schwieriger (da der NC dann tiefer gehen muss um die Bandscheibe rauszukratzen.) Da ich bereits nach der 1. PRT Spritze (vor OP) Opiate brauchte war für mich die Entscheidung zur OP klarer.
Nach der OP benötigte ich wegen der jetzt neuen anderen Schmerzen weiterhin Opiate. Bis ich diese zum August hin ausschleichen konnte. So habe ich jetzt 2 bewegl. Implantate in der HWS. Ich brauchte keine Halskrause zu tragen, was ein enormer Zeitgewinn bei der Genesung bedeutete. Zudem sind meine Halsmuskeln durch das Reiten merklich stärker ausgeprägt, was mir wieder bei der Genesung half.
Ich würde die OP wieder machen auch wenn man danach Monatelang große Halsmuskelschmerzen hat...bis man diese trainiert bekommt und die inneren übergreifenden Muskel die richtige Länge haben und tragen können.
Wünsche dir alles Gute und den Mut eine Entscheidung zu treffen.
Also viel Erfolg
L.G.
Texas452
PS: In Berlin wurde ich von Hr. Dr. Henzka in der Schloßparkklinik operiert.