Stern07
19 Jan 2013, 09:23
Hallo,
Ich hoffe ich finde hier jemanden der mir Mut machen kann, dass es mit der Parese und den Schmerzen wieder besser wird.
Habe am 06.12.12. einen hüftschaftwechsel vornehmen lassen. Seit dem habe ich eine peroneuslähmung im re Fuß. Schmerzen ohne Ende. Medi. Nehme ich Opiate, gabapentin und lyrika. Trotz allem kommen die Schmerzen immer wieder durch. Habe Montag einen Termin beim schmerztherapeuten und hoffe der kann mir helfen.kennt das jemand von euch nach einem BdV und kann mir Hoffnung machen, dass wenigstens die Schmerzen in den griff zu bekommen sind?
Bei der Parese bin ich zuversichtlich, dass dies in 6-12 Monaten weg ist.
Warte und hoffe auf positive Antworten.
Bin 47 jahre und sportlich immer aktiv gewesen.
Gruß Stern
MC Bandi
08 Nov 2013, 03:02
Hallo zusammen,
da ich leider auch diese Fußheberparese habe, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn einige von Euch hier schreiben könnten wie es Euch weiter gegangen ist. Wie lange hat es z.B. gedauert bis ihr wieder auf den Fersen gehen konntet. Welche Übungen habt Ihr gemacht und welche Medikamente eingenommen? Gibt es überhaupt Medikamente die die Nerven unterstützen? Berichtet bitte von Euren Erfahrungen.
LG
Joanna78
09 Nov 2013, 22:04
Hallo an Alle!
Ich habe seit Mitte August diesen Jahres einen Bsv ( re., L5/S1) und konnte für einige Zeit rechts nicht mehr auf den Zehenspitzen stehen (siehe auch meine Geschichte), mein rechtes Bein war kraftlos und ich bin nur gaaanz langsam vorwärts gekommen.
Mir haben die PDT-Injektionen sehr gut geholfen! Ich habe mittlerweile 4 Stück verabreicht bekommen, habe aber schon nach der 1ten bzw 2ten Injektion eine Verbesserung feststellen können. Medikamente waren und sind:Diclofenac, Muskelrelaxanz und für die Regeneration der Nerven (zur Unterstützung) Keltican forte (wurde aber nicht verschrieben, habe ich von mir aus geholt).
Liebe Grüße
Joanna
violac01
09 Nov 2013, 23:00
Halo Johanna,
darf ich mal fragen, wie lange es gedauert hat, ehe es besser wurde?
und welchen Zeitrahmen haben dir denn deine Ärzte genannt... wie lange kann man warten, ehe man einen Dauerschaden riskiert?
Joanna78
10 Nov 2013, 12:07
Hallo Violac!
Also meinen ersten Termin beim NC hatte ich am 19.09. (die Beschwerden wie Kraftlosigkeit im rechten Bein hatte ich seit Anfang September) - er erklärte mir die MRT-Bilder und prüfte wie ausgeprägt die Lähmung ist, dann meinte er, dass dieser Zustand nicht zu lange andauern darf (er nannte dabei aber keinen genauen Zeitraum). Es wurden zwei Termine für die ersten beiden PDTs vereinbart und am nächsten Tag bekam ich die erste PDT verabreicht. Mein Gang wurde noch am gleichen Tag besser (nicht mehr so hinkend) am übernächsten Tag (So., 22.09.) hatte ich das Gefühl, dass die Wirkung etwas abnahm und am Mittwoch, den 25.09. bekam ich dann die 2te PDT (daraufhin hat sich der Zustand wieder verbessert). Beim zweiten Gesprächstermin am 01.10. wurden dann aufgrund der Verbesserung zwei weitere PDT-Termine ( 10.10. und 16.10.) vereinbart. Ich denke, wenn sich zu diesem Zeitpunkt noch keine Verbesserung eingestellt hätte wäre der weitere Verlauf anders gewesen...
Ich kann jetzt gar nicht ein genaues Datum nennen - ab wann ich wieder auf den Zehenspitzen stehen konnte, das ging schleichend: erst war es nur ein bißchen, dann ging es immer besser.
Am 15.10. habe ich ein EMG durchführen lassen:
"Die aktuelle elektrophysiologische Diagnostik demonstriert Hinweise auf eine neurogene Schädigung der S1-versorgten Muskulatur rechts mit vereinzelter pathologischer Spontanaktivität im Bereich des rechten Musculus gastrocnemius." Beim anschließenden Gespräch mit dem Oberarzt (habe das EMG im Klinikum machen lassen) wurde mir gesagt, dass auch wenn da jetzt ein pathologischer Befund ist, es trotzdem keine OP-Indikation gibt. Sie raten "im Falle einer erneuten Beschwerdezunahme oder dem erneuten Auftreten von neurologischen Ausfallerscheinungen zu einer mikrochirugischen Exstiraption des Bsv".
violac01
10 Nov 2013, 13:27
Hallo Johanna,
vielen dank für deine ausführliche Erläuterung. Also wenn ich mal so nachrechne... ist es wohl so, dass die ärzte auch nicht länger als 2 -4 Wo in Ruhe abwarten.
Und die Untersuchung im KH beim Neurologen, war ja 4 Wochen später... genau ein guter Zeitpunkt, um eine ev. schlimme Schädigung beurteilen zu könne.
Bei dir scheint es ja mit den Ärzten und den Behandlungen gut /optimal zu laufen. Schön zu hören, dass es so was auch mal gibt.
Gut, dass die PRT Spitzen so schnell bei dir angeschlagen haben. Ich drücke dir die Daumen, dass es so positiv weitergeht und du auf dem konservativen Weg Erfolg hast.
MC Bandi
10 Nov 2013, 16:20
Hallo Joanna78,
es freut mich für dich, dass es dir besser geht.
Der Aussage von violac01:" Bei dir scheint es ja mit den Ärzten und den Behandlungen gut /optimal zu laufen. Schön zu hören, dass es so was auch mal gibt."
kann ich voll zustimmen. Bei mir hat der NC leider von vornherein nur eine PRT-Spritze angeordnet und gemeint, wenn das nicht hilft müsse er operieren. Obwohl ich noch die Fußheberparese habe, wird bei mir keine mehr gemacht, habe aber seit der PRT-Spritze auch keine Rückenschmerzen mehr. Die Parese wird zwar besser aber sehr langsam. Ich möchte unbedingt alle konservativen Möglichkeiten ausschöpfen. Hattest du nach der PDT noch Rückenschmerzen? Sollte ich auf weitere PRT-Spritzen bestehen? Was meint Ihr? Die Zeit wird bei mir leider langsam knapp.
violac01
10 Nov 2013, 16:54
Hi,
Zitat
Sollte ich auf weitere PRT-Spritzen bestehen? Was meint Ihr?
ja unbedingt!!!
Meine Mutter hat z.Z. auch einen BSV und hat nur 1 x im KH eine PRT bekommen. Obwohl diese wiederholt werden sollte (stand im Entlassungsbrief des KH) hat es der Schmerzarzt abgelehnt diese zu verordnen.. "wir warten erst mal"
jetzt nach weiteren 6 Wo hat er doch eine verordnet und siehe da, meine Mutter geht es von einem auf den anderen Tag deutlich besser... schmerzfrei
du hast aber keine Zeit 6 Wo zu warten, also mach dich stark und lass diesen Versuch nicht aus.... noch dazu, wenn die erste geholfen hatte.
Übrigens keine Rückenschmerzen... das gibt es oft bei BSV, war bei mir auch so.. dafür hatte ich aber die bösen Nervenshcmerzen im Bein. Hast du da auch Schmerzen?
Joanna78
10 Nov 2013, 17:50
Hallo ihr Lieben!
Danke, ja ich hoffe auch, dass es trotz einiger nicht so guter Tage (gerade jetzt während der Maßnahme...) immer weiter bergauf geht!
MC Bandi - ich kann mich Violac nur anschließen! Ich würde auch darauf bestehen, dass noch weitere PRTs verabreicht werden und ggf den Arzt wechseln?!
Rückenschmerzen sowie auch Kribbeln im Bein habe ich mal mehr mal weniger - ich nehme ja gerade an dieser Maßnahme teil und durch die verschiedenen Belastungen kann es immer noch zu Irritationen kommen. Mir wurde erklärt, dass diese Beschwerden durchaus vorkommen - sie aber nicht bedeuten müssen (so lange es keine neurologischen Ausfälle sind), dass sich alles wieder verschlimmert. Fazit: weiter positiv denken und dem Körper vertrauen!
MC Bandi
10 Nov 2013, 19:23
Hallo violac01,
also Nervenschmerzen wie du sie beschreibst, habe ich nicht. Lediglich die Zehenspitzen haben mir die letzten Wochen wehgetan, mit der Zeit abnehmend.
Ich verstehe nicht, warum der NC mir keine weiteren PRT-Spritzen verschreibt und das von vornherein, ohne zu wissen wie die 1.Spritze bei mir anschlagen würden? Das dumme ist, einen kurzfristigen Termin bei ihm oder auch bei einem anderen NC zu bekommen ist äußerst schwierig. Andere Ärzte dürfen die PRT-Spritzen wohl neuerdings nicht mehr verschreiben und mir läuft die Zeit ab.

Ich werde gleich morgen versuchen Termine zu machen.
Vielen Dank schon mal an Joanna78 und violac01 für diese Hilfestellung!