Bandscheiben-Forum

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> Sollte heute zur Reha fahren
Versteiferling
Geschrieben am: 03 Jan 2017, 11:51


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Hi.
Wünsche erstmal ein frohes neues Jahr.

Ich wurde ja vor 3 Monaten operiert. Bandscheibenentfernung und Versteifung.
Leider geht immer noch nicht viel. Die Schmerzen im Rücken werden nicht besser, habe das Gefühl ich wurde gestern operiert. 15 Minuten sitzen, mehr geht nicht weil dann die Beine sehr weh tun und leicht kribbeln. Essen nur halb liegend auf dem Sofa. Laufen geht auch mal mehr mal weniger, auch wieder Schmerzen in den Beinen.
Sollte heute zur Reha fahren, aufgrund meiner Schmerzen hat meine Hausärztin abgeraten.
Habt ihr Erfahrungswerte, wann die Schmerzen mal weniger werden? Irgendwie gehe ich nach der 2. OP 10 Schritte zurück...und das deprimiert mich sehr!

LG
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Stefan77
Geschrieben am: 03 Jan 2017, 12:43


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Hallo,

drei Monate ist noch keine lange Zeit.

Super dass Deine Hausärztin so toll reagiert hat. Da hast Du echt Glück.

Es ist bei jedem Fall anders, aber es sind ganz kleine Schritte wo man merkt dass es besser wird.

Der eine geht nach 8 Wochen wieder arbeiten, der andere hat nach 1,5 Jahren nur kleine Fortschritte gemacht.

Das ist sehr individuell.

Grüße

Stefan
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Versteiferling
Geschrieben am: 03 Jan 2017, 17:45


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Hi.
Reha geht gar nicht..selbst duschen ist für mich sehr anstrengend. Komme mir danach vor, als wenn ich einen 100 km Marathon hinter mir habe.
Beine zittern und ich bin total platt. War vor ein paar Wochen war ich noch besser auf den Beinen. Irgendwie wird das immer weniger.
Viele schreiben ja Geduld haben...muss ich durch. Dachte nach 3 Monaten wirds etwas erträglicher. Vielleicht waren auch 2 OPs zuviel in einem Jahr... :-(
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Offdroddler
Geschrieben am: 03 Jan 2017, 19:17


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Hallo,
ich habe eine Verständnisfrage, bin durch den Thread-Titel irritiert. Nennt man die Cages, die bei der Versteifung eingesetzt werden, auch Bandscheibenimplantat? Entschuldigt die blöde Frage, bislang bin ich ohne Cages versteift, bei der anstehenden OP werden mir welche eingesetzt.
Ich hätte gedacht, dass BS-Implantate bewegliche "Stoßdämpfer" sind, Cages eher Platzhalter.

Liebe Grüße

Annett

PS: Lieber Versteiferling,
ich wünsche Dir alles Gute weiterhin. Auch ich rate zu viel Geduld. Nach meinen Versteifungen war ich selbst 6Monate nach OP nicht wirklich fit.
Offdroddler
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Versteiferling
Geschrieben am: 03 Jan 2017, 19:36


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Hi Annett.

Danke für Deine Wünsche.

Hab ich bissel durcheinander geschrieben.
Ich hatte eine Versteifung L5/S1 mit 2 Stangen und 4 Schrauben und in der selbigen OP wurde mir durch den Bauch noch die Bandscheibe entfernt. Praktisch 2 OPs in einer.
Was genau für die Bandscheibe eingesetzt wurde weiss ich nicht.

LG
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Stefan77
Geschrieben am: 03 Jan 2017, 19:50


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Hallo,

im Regelfall werden Käfige eingesetzt.

Geht von hinten, oder auch von vorn.

Natürlich gibt's auch Fälle die keine Bandscheibenops mehr haben und die natürliche Versteifung der Wirbel begonnen hat.

Eine Fusion zu machen die statisch ist und eine Bandscheibeninplantat, wäre für mich widersprüchlich.

Ja, das liebe Wort Geduld. Aber so ist, die braucht man leider.

Grüße

Stefan
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paul42
Geschrieben am: 03 Jan 2017, 19:54


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Hallo Versteiferling,

ich denke auch, dass es jetzt mit einer Reha nichts bringt.
Sicherlich sind 2 solche großen Operationen innerhalb eines Jahres eine enorme Herausforderung für den Körper.
Eigentlich war noch nicht mal ausreichend Zeit um sich von der ersten OP zu erholen.

Bei der Spondylodese werden keine Implantate in Form einer BS- Prothese verwendet.
Eine BS- Prothese hat immer " künstliche Eigenschaften einer normalen Bandscheibe"
Bei der Versteifung wird nach Entfernung der BS ein Platzhalter (cage) eingesetzt. Dieser dient dazu die Höhe im BS -Fach auszugleichen. Der Cage erhält eine Knochenspende damit die Voraussetzungen geschaffen werden können, damit zwei Wirbelkörper miteinander verknöchern können.


Die Baustelle war diesmal jedoch etwas größer und insgesamt habe ich den Eindruck, dass man dir das rückengerechte Verhalten möglicherweise nicht ausreichend vermittelt hat.
Deine bisherige Beschreibung von Beschwerden lassen keine Rückschlüsse zu, die man den Dermatomen direkt zuordnen könnte.

Einen Verdacht auf eine Komplkikation lässt sich nicht erkennen.

Zwischen deinen Zeilen sieht und liest man schon das Zweifeln, welches dich umgibt. Mit Geduld ist es dabei nicht ausreichend getan.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur empfehlen, dass du dich weiter nur in einem schmerzfreien Bereich bewegst. Dein Rücken ist noch nicht so weit, so dass du einfach in bekannte Bewegungsabläufe zurückkehren kannst.

Selbst nach 3 Monaten sind solche schnellen Erschöpfungszustände noch relativ normal. Das ganze erste Jahr nach der OP ist davon geprägt, dass der Körper einem das Maximum an körperlicher Belastung unmittelbar spüren lässt.

Um sich darauf einlassen zu können ist es sehr wichtig dass du dir von deinen Ärzten die Gewissheit verschaffst, das alles so sitzt wie es sollte.

Ohne diese Rücksprache wird es schwer, sich gedanklich auf einen normalem Heilungsverlauf einzulassen.

gute Besserung
paul42
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Offdroddler
Geschrieben am: 03 Jan 2017, 20:09


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Hallo an Alle,

danke für die Aufklärung. Nun bin ich nicht mehr verwirrt;-)

Hallo Versteiferling,

ein Jahr bis zur vollständigen Regenerierung anzusetzen, ist aus meiner Sicht realistisch. So sind zumindest meine Erfahrungen.
Zitternde Knie und Schweißausbrüche gehören dazu und zeigen Dir Deine Grenzen. Hör auf Deinen Körper und gönne ihm einfach Ruhe.


Liebe Grüße

Offdroddler
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Versteiferling
Geschrieben am: 03 Jan 2017, 20:13


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Hi Paul42.

Dermatomen?

Ich habe leider die gleichen Schmerzen rechts wie nach der 1. OP.
Da fand die Verknöcherung damals nicht statt und eine Schraube war locker.
Deshalb auch dann der 2. Eingriff.
Die Ärzte haben seit Anfang Dez meine Aufnahmen MRT und Röntgen da liegen, ich habe zig Emails geschrieben und meine Hausärztin hat da schon zig mal angerufen. Leider bis heute nix gehört. Leider wohne ich nicht in der Ecke von Berlin sondern über 200 km entfernt. Mir wurde es ja angeboten mich per Mail zu melden..ja und nun sitz ich hier.
Widerspruch habe ich wegen der Reha geschrieben.
Ich kann ja nix ausser jammern im Moment. 😢

Ich denke für mich, das mein Körper fertig ist und es zuviel war.
Aber weiss man ja nicht vorher.

Aufklärung über rückengerechtes Verhalten. Mir sagte man, nicht bücken und alles machen, was nicht weh tut.
Durch meine Schmerzen traut sich auch kein Physio ran, weil die nicht so recht wissen, wo die Schmerzen herkommen.

Ist es normal das wenn man sitzt, dann die Beine so schmerzen und die Füße kribbeln?

LG
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Lulu
Geschrieben am: 03 Jan 2017, 21:10


Boardmechaniker
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Hallo versteiferling,

Ich denke auch....lass deinem Koerper die notwenige Heilungs Zeit...
Alles andere bringt nix.

Ich habe mir auch Woche fuer Woche...und dann Monat fuer Monat jedem Zusatz Meter erkaempft. Schnell war ich k.o.., die Schmerzen im Ruecken und Beinen nahmen dann zu und ich musste mich nach kurzen Spaziergängen hinlegen.

Noch heute....11 Monate post op...bekommt mir das Sitzen noch nicht wirklich. ...
Du schreibst..15 min. Geht max. ...versuchs doch mal mit einer Stehhilfe...diese benutze ich jetzt noch. Wann immer es geht..meide ich das Sitzen.

Auch die Nerven in den Beinen haben sich noch nicht beruhigt...merke aber, dass es mit der Zeit weniger heftig wird.

Nach meiner 1. spondy op hat mein HA Akupunktur gemacht. Die ist dem verärgertem Nerv ganz gut bekommen.

Vielleicht waere das nach einem halben Jahr fuer dich auch noch eine Option.

Bleib bitte trotz allem zuversichtlich....Du bist wirklich erst am Anfang fer Heilungszeit....und die kann locker mal 2 Jahre dauern.

Alles Gute!

Lg
Lulu

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