Bandscheiben-Forum

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> Rezidivprolaps L5/S1, wieder OP
Kornelia
Geschrieben am: 16 Sep 2006, 11:21


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Hallo zusammen.

Nachdem ich im März operiert worden bin und es bergauf ging, hat es mich Anfang August wieder erwischt. Ich hab´s nicht sooo ernst genommen, dachte das wird schon wieder, hab´ mich bestimmt bloß überanstrengt und bin in Urlaub gefahren. Da hatte ich ein Bett, das war so hart, daß ich den gesammten Urlaub Unmengen an Schmerzmitteln verdrückt habe.
Wieder zurück, war ich beim Orthopäden, der hat mir nur ´ne Schmerzspritze gegeben und mich zu MRT geschickt. Das war nun gestern.

Ergebnis: Laut Aussage von Prof. Dr. Mair der Agirovklinik in Kempfenhausen riesiger Rezidivprolaps. Er hat dann noch, bevor ich was davon erfuhr, mit dem Orthop. telefoniert und mir nahe gelegt, sofort ins KH zu gehen, da der Prolaps jederzeit "sequestieren" könne und mich stracks zum Orthopäden geschickt.
Dort angekommen, hatten sie schon die Überweisung für die Chirurgie.
Nur hat keiner damit gerechnet, daß ich mich weigern würde, sofort zu gehen.

Geht aber nicht, ich habe drei Kinder und der jüngste ist eh´ noch traumatisiert vom März, wo ich mit dem Notarzt abgeholt wurde. Ich muß das diesmal planen. Also schickte mich der Orthopäde zur Neurologin, die wieder diese ekelhaft "Nadeluntersuchung" gemacht hat und noch ein paar andere Untersuchungen. Schließlich meinte sie, sie könnte es verantworten, mir zu sagen, daß ich noch ein paar Tage ziehen könnte, damit ich meine Angelegenheiten erst regle und dann in Ruhe ins KH gehen kann.

So, da sitz ich nun, hab´ den Koffer gepackt, war noch beim Frisör (ja, Frau will trotzdem gut aussehen :P ) und warte nun das WE ab.
Schmerzen sind erträglich, aber die Angst, daß sich das Teil selbständig macht, sitzt mir schon im Nacken :sch . Der Orthop. meinte nämlich, das Ding wäre eine Zeitbombe und dann könnte ich wieder mit dem Caudasyndrom rechnen, aber weil der BSV so groß ist, käme ich diesmal nicht so glimpflich davon kommen würde.

Drückt mir die Daumen.

Bis bald und liebe Grüße
Kornelia
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mag65
Geschrieben am: 16 Sep 2006, 15:23


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Hallo, Kornelia!

Ja, ja, Frau versteht diese Eitelkeit!

Da wünsche ich dir natürlich alles gute und das alles problemlos verläuft.

Die Daumen sind gedrückt :up :up !

Liebe Grüsse
und gute Besserung

Mag
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Pixelkid
Geschrieben am: 16 Sep 2006, 18:19


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Hi,

mein zweiter BSV hat sich auch sequestriert - aber gott sei dank ohne Cauda-Syndrom - lustig wars trotzdem nicht.

Aber die zweite OP besteht man doppelt gut - man weiß ja was auf einem zukommt.

Ich drück dir ganz doll die Daumen - wird schon werden ;)
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Angel56
Geschrieben am: 16 Sep 2006, 19:26


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Hallo Kornelia,

warum mßtest du den schon wieder dein Fingerchen heben :kinn :trost

Hast du deinen Kinder die Nachricht schon vermitteln können?So kann man dir jetzt ja nur noch die Daumendrücken, das du danach ruhe hast.

Hat du den schon einen Termin vereinbart, wann die Op gemacht wird?

So kann man dir ja nur alles Gute wünschen
PM
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Kornelia
Geschrieben am: 17 Sep 2006, 08:27


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QUOTE (Angel56 @ 16.09.2006, 20:26)
Hallo Kornelia,

warum mßtest du den schon wieder dein Fingerchen heben  :kinn  :trost

Hast du deinen Kinder die Nachricht schon vermitteln können?So kann man dir jetzt ja nur noch die Daumendrücken, das du danach ruhe hast.

Hat du den schon einen Termin vereinbart, wann die Op gemacht wird?

So kann man dir ja nur alles Gute wünschen

*sarkamuson* Ach mir hat das einfach nicht gereicht, daß ich dieses Jahr nur noch die Blasensenkung operieren lassen kann *sarkamusoff*

Die Kinder wissen Bescheid und habens eigentlich ganz gut weggesteckt, nur der Kleine ist grad seeeehr anhänglich *lächel*.

Termin hab´ ich noch keinen. Wenn ich da anrufe, kriege ich erst einen in 5 Wochen oder so. Also lasse ich morgen meine Schmerzmedis weg und dann werde ich ratzfatz zum "Notfall" und mein Mann bringt mich abends in die Klinik... Ok, ist nicht ganz in Ordnung so, aber den Tipp hab ich von meinem Orthopäden und der wollte mich ja am Freitag schon als Notfall einweisen.

Stimmt schon, wenn man weiß, was auf einen zukommt, ist es halb so schlimm *grins*

Ich melde mich dann, wenn ich wieder zurück bin.

Lieben Dank übrigends für die liebe Email einer Userin hier. Leider bin ich zu blond zum Antworten, weil Du übers Forum geschriebenhast und ich Deine Mail-Adresse nicht habe.

Liebe Grüße
Kornelia
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sharon
Geschrieben am: 17 Sep 2006, 08:36


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Hallo Kornelia, ;)

wenn du in deine Nachrichten gehst ist da ein Button Antworten, einfach anklicken und zurückschreiben das ist dann eine persönliche Nachricht die keiner hier lesen kann. :z

Alles gute
viele grüsse
Sharon
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Kornelia
Geschrieben am: 21 Okt 2006, 10:53


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Hallo zusammen.

Da bin ich nun wieder und hab´ mich nicht einmal, sondern gleich zweimal operieren lassen müssen.

Wie ich geschrieben habe, bin ich am 18.09. in Großhadern einmarschiert und wurde am 20.09. operiert. Ganze 4 Stunden brauchten sie, um den Massenrezidivprolaps zu entfernen. Endlich keine Schmerzen mehr :D
Aber:
5 Stunden nach der Op bemerkte ich, daß der gesamte Genital- und Analbereich pelzig war - Kaudasyndrom (Mist, genau das wollte ich verhindern). Der Schwester Bescheid gesagt und die hat sofort den Doc geholt. Ab zum CT, das war aber ohne Befund.
Der Doc hat dann eine Cortisoninfusion angeordnet, die hat aber nichts geändert.
Visite: Der Doc hat mir erklärt, daß er ein großes Duraleck vorgefunden hat, das wohl von der ersten OP herrührte (der Operatuer hat seinerzeit lediglich "etwas Fett drübergeschmiert") und aus dem ständig Nervenwasser ausgelaufen ist. Das hat er genäht und den Prolaps entfernt.
Nächster Vormittag MRT, auch ohne Befund. Reithosenanästhesie besteht weiterhin.
Freitag: Myelographie. Später nachmittag, der Befund ist da und eine halbe Stunde später finde ich mich im OP wieder: Notoperation, weil eine Einblutung gefunden wurde und die Ärzte befürchten, daß die an meinen Problemen schuld sind.

Wieder haben sie 3 Stunden operiert, jede Menge Narbengewebe entfernt, einen (wie der Arzt sagt) völlig zerfetzten Duralsack mit verletzten (und intraoperativ seinerzeit unversogten) Nervenhäuten und Nervenenden vorgefunden, diese Verletzungen versorgt, aber am Kaudasyndrom änderte sich nichts.

Eine Woche später bin ich entlassen worden mit dem dringenden Rat, eine AHB zum machen.

So, nun hatte ich also eine Blasen- und Darmlähmung, jegliche Kontrolle über meine Körperausscheidungen verloren und bin zur teilstationären AHB gegangen.

Seit gestern nun habe ich das Gefühl, daß sich in den "unteren Regionen" ganz langsam wieder eine Wahrnehmung einstellt. Keine Rede von Kontrolle, nur ein ganz leises Gefühl, das Hoffnung macht, daß ich irgendwann wieder ein Leben ohne Inkontinenz und mit ehelichen Aktivitäten führen kann.

Liebe Grüße
Kornelia

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mag65
Geschrieben am: 22 Okt 2006, 00:33


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Hallo, Kornelia!

Lass dich mal vorsichtig :trost !

Ich weiß gar nicht so recht, was ich dir schreiben könnte um dich zu trösten.
Ich drücke dir alle, alle Daumen, die zur Verfügung stehen, dass deine Körperempfindungen so schnell wie möglich wieder kommen.

:up :up

Ganz liebe Grüsse
und gute Besserung

Mag
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Kornelia
Geschrieben am: 22 Okt 2006, 08:28


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Liebe Mag. ;)

Danke, Du darfst ruhig feste drücken, denn Schmerzen habe ich keine (mehr).
Ich habe das Glück, daß ich einen ganz lieben und tollen Mann habe, der mich immer wieder aufgebaut hat, wenn ich in den vergangenen Wochen am Boden war.

Es sind ja erst vier Wochen und in der Reha sind ganz prima Therpeuten, ich vertraue jetzt einfach darauf, daß ich wieder gesund werden kann. Nach der OP hätte ich jedem ins Gesicht springen können, der mir einen von "Geduld" erzählt hat, aber jetzt gehts schon wieder.

Wenn ich so die anderen Berichte durchlese....... da gibts weitaus schlimmere Schicksale, als meins.

Dir auch alles Gute und liebe Grüße
Kornelia



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susannah
Geschrieben am: 23 Okt 2006, 15:25


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Hallo Kornelia
Toll das es dir wieder besser geht,hat sich deine Darm-und Blasenlähmung
vollständig behoben.
War bestimmt schrecklich,mir blieb sowas bis jetzt erspart,obwohl ich auch schon 2 Rezidive hatte.
Ich wünsch dir alles Gute
susannah :z
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