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und können und sollen in keinem Fall eine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen. |
klaus123 |
Geschrieben am: 27 Mai 2014, 08:45
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BoardIngenieur Gruppe: *Mitglied* Beiträge: 871 Mitgliedsnummer.: 21.018 Mitglied seit: 09 Sep 2012 |
THEMA DER WOCHE: Ärztliche Zweitmeinung bei medizinischer Behandlung in Praxis und Klinik
Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht vor: Vor Operationen sollen Patienten künftig regelhaft die Möglichkeit haben, eine Zweitmeinung bei einem weiteren Facharzt oder Krankenhaus einzuholen. Diese Meinung predigen seriöse Ärzte seit Jahrzehnten, allerdings nicht nur vor Operationen. Aber wer berät den Patienten bei der Suche nach einer kompetenten Zweitmeinung? Behandelnder Arzt? Haus- oder Allgemeinarzt? Krankenkasse? Patientenhilfsgruppen? Freunde oder ehemalige Patienten? Das Berufsrecht „(Muster-) Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte“ (Stand 2011) verbietet nicht nur die entgeltliche, sondern auch die unentgeltliche Empfehlung oder Verweisung auf anderer Ärzte, Apotheken, Heil- und Hilfsmittelerbringer und sonstiger Anbieter gesundheitlicher Leistungen – es sei denn, es gibt hierfür einen hinreichenden Grund. Ein Arzt darf – so der BGH in seiner Entscheidung vom 13.01.2011 (I ZR 111/08) – nicht von sich aus Empfehlungen aussprechen. Nur wenn der Patient aus eigenem Antrieb um eine Empfehlung bittet, etwa weil er keinen geeigneten Anbieter kennt, ist es dem Arzt erlaubt, dem Patienten einen Anbieter zu empfehlen. Diese Empfehlungen sind nicht immer unproblematisch, teilweise können es subjektive Meinungen sein; sie können von persönlichen Verhältnissen zwischen den Ärzten bestimmt sein. Manche Ärztevereine nutzen das Instrument der Patientenzuweisung als Druckmittel gegenüber anderen Ärzten oder gegenüber Krankenhäusern. In letzter Zeit berichten mir viele Patienten sogar von Drohungen und Beschimpfungen, wenn Sie den aktiven Empfehlungen der Ärzte nicht nachgehen. Ich denke, dass wir das Instrument der ärztlichen Zweitmeinung dringend fördern müssen und hierfür aber neutrale Institutionen brauchen. Diese müssen Fakten sammeln und viele einzelne Qualitätsparameter ausarbeiten, damit die Patienten wirklich eine kompetente Zweitmeinung bekommen,die nicht durch wirtschaftliche oder persönliche Gründe motiviert ist. Dr. Al-Hami Quelle: DR. AL-HAMI SEITEN in Fuldaerzeitung vom 26.05.2014 |
ratelband |
Geschrieben am: 21 Dez 2014, 19:40
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Öfter dabei Gruppe: *Mitglied* Beiträge: 13 Mitgliedsnummer.: 24.121 Mitglied seit: 21 Dez 2014 |
Durchaus interessant, so etwas aus dem Mund eines Arztes zu hören. Wäre schön, wenn allo so dächten, dabei ist es doch augenscheinlich so, dass auch das Wissen der Götter in Weiss begrenzt- und die möglichen Ausprägungen von Krankheiten vielfältig sind. Da kann nicht jeder jeden denkbaren Fall schon vor Augen gehabt haben und Erfahrung besitzen.
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Rike |
Geschrieben am: 22 Dez 2014, 17:36
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BoardIngenieur Gruppe: *Mitglied* Beiträge: 624 Mitgliedsnummer.: 21.657 Mitglied seit: 07 Feb 2013 |
Hallo Bandis,
als mir ein niedergelassener Orthopäde unbedingt zur Op geraten hat bin ich ausdrücklich nicht in das von Ihm empfohlene KH. Dort, wo ich mich dann habe beraten lassen, wurde von einer Op dringend abgeraten. Grüße, Rike |
ThomasMü |
Geschrieben am: 24 Aug 2016, 20:16
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Neu hier Gruppe: *Mitglied* Beiträge: 6 Mitgliedsnummer.: 26.006 Mitglied seit: 24 Aug 2016 |
Wie bitte ? Ich dachte, das ist selbstverständlich. Es ist doch schließlich mein Körper, da entscheide ich.
Und dass Ärzte Patienten bedrohen oder beschimpfen, wenn sie an der Empfehlung des behandelnden Arztes zweifeln, hab ich ja noch nie gehört. Danke für die Info. |