Meine Name ist Birgit, bin in Berlin (Ostteil) geboren und aufgewachsen.

Zähle mittlerweile 50 Lenze, aber mein Körper scheint mir seit meiner Erkrankung
vor einem viertel Jahr ungleich älter.

 

 

Meine Diagnose lautet bis jetzt BSV, der Klassiker L5/S1. Meine Beschwerden sind vor allem ausstrahlende Schmerzen und Nervenirritationen erst im rechten Bein, jetzt nach Entzündung der Illosacralgelenke, auch beidseitig. Bei meinem gestrigen Neurobesuch stellte sich heraus, dass die Nervenbeeinträchtigungen trotz PRT wohl noch zugenommen haben und auch die Blasenfunktion leicht gestört ist. Um sicher zu gehen, dass keine OP-Indikation gestellt werden muss, wird am 09.052005 ein MRT durchgeführt. Der Vorfall wurde per CT festgestellt. Mein erster Erfolg durchs Bandiforum: erste Verordnung für Physiotherapie, Kälteanwedung; erhalten sowie Rezept für Omeprazol, da ich bei Einnahme von Ibuprofen von mehr als 300mg unter starken Magenschmerzen leide. Was ich gut fand, dass die Ärztin keine Antihaltung gegen mich als informierte Patientin aufbaute. Ich denke, mein Ortho fühlt sich nur noch als Begleiter und Krankschreiber. Seine Aussagen: bei Verkrampfungen könne man angeblich nichts machen, so seine Antwort diesbezüglich; Krankengymnastik erst nach Schmerzfreiheit möglich. Hatte in Absprache mit meiner Hausärztin wenigstens mit An- und Entspannungsübungen begonnen, leider z.Z. wegen Entzündung auch nicht möglich, da Schmerzen gleich stärker werden.

Jede Unternehmung bedeutet vor allem auf dem Rückweg große Schmerzen und Schachmattsetzung für den Rest des Tages. Ich schaffe teilweise meinen Haushalt alleine nicht mehr. Mein erwachsener Sohn hilft mir sehr, aber ich habe noch Hemmungen direkt um Hilfe zu bitten. Würde wieder gerne mit meinem 15monatigen Enkel Leon spielen, aber ich weiss, bis dahin brauche ich noch viel Geduld.

Durch meine lange Arbeitslosigkeit und seit Januar auch von Hartz IV betroffene, scheiden für mich alle selbst zu bezahlenden Therapien aus, was sehr schade ist, wie ich dem Forum entnehmen konnte. Während meiner Erkrankung, war ich seit 6 Wochen in einer Arbeitsgelegenheit beschäftigt(1,50 Euro-Job). Nach 3 Wochen AU erfolgte die Kündigung. Ich bin erst mal in ein tiefes Loch gefallen, denn ich hatte doch die leise Hoffnung, wenn ich mich aus Arbeit bewerbe, dann hätte ich bessere Chancen auf eine Stelle im Büro. Studiert habe ich Werbeökonomie, verwirrender Weise als Diplomdesigner anerkannt worden. Aber der fehlende Bewerbungsstress tut mir auch gut, denn vor allem will ich wieder gesund werden.

Birgit (Tabbyla)

Stand: 27.01.2010